





Zu Regenbeginn transportieren Dachflächen konzentrierten Schmutz. Der First‑Flush lenkt diesen Anteil in eine separate Kammer, die sich kontrolliert leert, während sauberes Wasser weiter in die Fässer fließt. Ein Schwimmerball kann den Zulauf schließen, wenn die Kammer voll ist. So sinken Partikellasten, Algenneigung und Geruchsbildung deutlich. Ergebnis: längere Lebensdauer von Filtern, weniger Pflege und zuverlässigere Wasserqualität.
Als Faustwert dienen ein bis zwei Liter Erstspülvolumen pro Quadratmeter Dach, angepasst an Material und Verschmutzung. Eine feine Drossel sorgt für langsames Leeren zwischen Regenereignissen, verhindert jedoch Rückstau. Teste real vor Ort und passe Öffnungen saisonal an. In pollenreichen Zeiten darf das Volumen größer sein, im Winter kleiner. Dokumentiere Einstellungen, um wiederholbar gute Resultate zu erreichen.
Plane Reinigungszugänge mit Schraubkappen, Schnellverschlüssen und klaren Markierungen. Ein transparenter Abschnitt hilft, Füllstände und Verschmutzung zu beurteilen. Spüle die Kammer regelmäßig, besonders nach Stürmen oder Laubfall. Nutze Handschuhe, Eimer und eine weiche Bürste, um Biofilme zu entfernen. Halte Ersatzdichtungen bereit, damit die Anlage schnell wieder dicht ist und keine langen Ausfallzeiten entstehen.
Verwende gereinigte, lebensmitteltaugliche Gebinde ohne Vorbelastung durch Chemikalien. Achte auf solide Schraubdeckel, stabile Palettenrahmen und UV‑Schutz. Dunkle Behälter hemmen Algenwuchs. Prüfe gebrauchte IBCs sorgfältig und ersetze poröse Dichtungen. Für enge Höfe sind schmale Regentonnen oder modulare Tanks praktisch. Dokumentiere Herkunft und Material, damit du langfristig sicher bleibst und keine unangenehmen Überraschungen erlebst.
Kombiniere Tankdurchführungen, Verschraubungen, T‑Stücke und Schlauchkupplungen so, dass Segmente getrennt gewartet werden können. PTFE‑Band und konische Gewinde sorgen für Dichtheit, EPDM‑Flachdichtungen puffern Toleranzen. Entlüfter verhindern Gluckern, Siebe schützen Ventile. Plane Abzweige für spätere Erweiterung. Ein einheitliches Schlauchmaß erleichtert Lagerhaltung und spontane Reparaturen mitten in der Gartensaison.
Markiere Bohrpunkte, fixiere Stufenbohrer rechtwinklig und entgrate sauber. Montiere Tankdurchführungen handfest, ziehe nach Wasserkontakt minimal nach. Richte Leitungen spannungsfrei aus, stütze längere Strecken. Spüle das System vor Inbetriebnahme, kontrolliere jede Verbindung unter Betriebsdruck. Notiere Drehmomente und Dichtmittel, damit du künftig zielgenau nacharbeiten kannst, statt planlos zu experimentieren.